Erlebnisse aus der Zeit vor und während des 2. Weltkriegs   
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Erlebnisse aus der Zeit vor und während des 2. Weltkriegs



Konrad Fahrnberger gestaltete als Zeitzeuge eine Geschichtsstunde an unserer Schule.

 

Man hätte die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören können, als der 91-jährige Göstlinger Bürger Konrad Fahrnberger zwei Stunden lang vor den Schülerinnen und Schülern der 4. Klassen der NÖ Mittelschule Ybbsitz referierte.

Seine Erfahrungen sind authentisch, die Art wie er sie wiedergibt, fasziniert. Das spürten die Jugendlichen der vierten Klassen der NÖ Mittelschule Ybbsitz bei jedem Wort. In einer Unterrichtsstunde erzählte der Mann, der auf Einladung von Geschichtslehrerin Gertrude Stockinger nach Ybbsitz gekommen war, von seinen Erlebnissen vor und während des 2. Weltkriegs. Von seiner kargen Kindheit in der Göstlinger Trumleiten, seiner Schulzeit in Göstling bei einfachsten Lehrmitteln und Schiefertafeln, von langen Fußmärschen zur Schule und durchfrorener Kleidung erzählte er.

 

„Griessterz und Grieskoch gab es fast jeden Tag, in der Schule trocknete im Winter die Überkleidung nur schlecht“, erinnerte er sich. Dabei warnte er eindringlich, stets auf der Hut zu sein, denn eine Uniform und dazu die falsche Ideologie, das könne Menschen völlig verblenden. Fahrnberger, der nach dem Krieg ein Berufsleben als Sprengmeister, Beschäftigter der Bundesforste führte, gab tiefe Einblicke in gelebte Moral plädierte für Toleranz und Besonnenheit. Wer sich verhetzen lässt, würde immer für jemandes anderen Zwecke ausgenützt, so Fahrnberger. Faszinierend war jedenfalls die Geradlinigkeit und Strukturiertheit seines Vortrags, die die Schüler ganz und gar in ihren Bann zog. Ungeschminkte Schilderungen waren es, die Lebenserfahrung mit Weitblick und Moral zu verbinden verstanden.

 

Das Resümee von Konrad Fahrenberger blieb als Mahnung stehen: „Bleibt stets wachsam. Hetzer gibt es auch heute. Ein Krieg verblendet alle Menschen, die darin verwickelt sind.“  

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