Die Waffen nieder !   
Die Waffen nieder !   
Die Waffen nieder !   
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Die Waffen nieder !


Beeindruckende Aufführung des NÖ Landestheaters in der Schule.



Bertha von Suttner. Ein so komplexes Thema wie „Frieden“ für 12- bis 15-jährige nicht nur zu thematisieren, nicht nur mit erhobenen Zeigefinger belehrend zu dozieren sondern emotional zu transportieren und in die Herzen und Köpfe von Kindern zu übersetzen,  und dabei sowohl dem sprachlichen als auch dem inhaltlich-geistige Niveau einer Schriftstellerin und Friedensnobelpreisträgerin gerecht zu werden, scheint a priori ein unmögliches Unterfangen zu sein. Nicht so für die Schauspielerin Swintha Gersthofer und Regisseurin Nehle Dick vom NÖ Landestheater St. Pölten. Unter dem Titel „Die Waffen nieder“ erarbeiteten sie eine der spannendsten Frauenfiguren in der österreichischen Geschichte im Rahmen des aktuellen Klassenzimmertheaters.

 

Bertha von Suttner, 1843 als Gräfin Kinsky in ein verarmtes Adelshaus geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Böhmen und Wien. Ihren couragierten Lebensweg der Bertha von Suttner, der voller Wendungen und Abenteuer war, und sie schließlich dorthin führte, wo sie ihre berufliche Bestimmung fand: zum politischen Journalismus und zur Schriftstellerei, den zeichnen die Beiden subtil, treffend und gleichzeitig so voller Feinsinnigkeit nach. 1889 erschien Bertha von Suttners aufsehenerregender Roman „Die Waffen nieder!“, mit dem sie ihre Philosophie des Pazifismus in einen sinnlichen Frauenroman verpackte und der sie zur prominentesten Vertreterin der internationalen Friedensbewegung machte. Sie gründete Friedensvereine, organisierte Konferenzen und hielt weltweit Vorträge. Sogar ins Weiße Haus führten sie ihre Einladungen. 1905 erhielt sie den von ihr angeregten Friedensnobelpreis.


Die Deutsch-Koordinatorin der NÖ Mittelschule Ybbsitz Petra Stattmann hat gemeinsam mit den Lehrerinnen der 3. und 4. Klassen eine Theatervorstellung in der Aula der Schule organisiert und den Jugendlichen zu einer berührenden Begegnung  mit einer großartigen Schauspielerin, mit einem  modernen und intelligenten Monodrama und einer beeindruckenden historischen Persönlichkeit verholfen. Der einstündige Monolog fliegt an völlig vom Vortrag eingenommenen Jugendlichen im Nu vorbei, begeistert in schauspielerischer und sprachlicher Frische: Aktuelles Theater auf hohem Niveau, das Kühnheit vor Augen führt und abseits der pazifistischen Floskeln der Unterhaltungsindustrie Mut für Frieden macht. Eine Initiative, zu der man dem Landestheater NÖ, der Schauspielerin Swintha Gersthofer und der Regisseurin Nehle Dick nur gratulieren kann.

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