"Wir helfen jungen Ybbsitzerinnen und Ybbsitzern dabei,
große Ybbsitzerinnen und Ybbsitzer zu werden;
Menschen, die ihr Leben in die Hand nehmen, Persönlichkeiten, die mit den Schlüsselqualifikationen ausgestattet sind, um in Lehre und Beruf, in Familie und sozialem Netzwerk sowie an weiterbildenden Schulen zu bestehen, und die ihren gesunden Lebensstil finden.“

 

                       

                                                                                                   

Unser Miteinander

 

Ich trage meinen Teil dazu bei

 

 

 

(Meine Schulordnung)

 

  1. Ich verhalte mich in der Schulgemeinschaft und auch außerhalb stets hilfsbereit, verständnisvoll und höflich. Auf dem Schulweg bin ich diszipliniert, hilfsbereit und schützend Kleineren gegenüber und stets auf meine und die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer bedacht.
  2. Respekt und respektvoller Umgang meinen Mitschülerinnen und Mitschülern sowie meinen Lehrerinnen und Lehrern gegenüber ist bei uns Lebensprinzip.
  3. Ein freundlicher Gruß gehört zum guten Benehmen.
  4. Ich darf eine Viertelstunde vor Unterrichtsbeginn, 7.30 Uhr, das Schulhaus betreten und bin mindestens fünf Minuten vor Beginn des Unterrichtes in der Klasse. Fahrschüler, die eine vom Erziehungsberechtigten unterschriebene Erklärung abgegeben haben, dürfen sich nach ausdrücklicher Genehmigung durch die Direktion ab 6.45 Uhr in der Aula der Schule aufhalten.
  5. Die Überkleider und Straßenschuhe lasse ich in der Garderobe geordnet zurück. Das Klassenzimmer betrete ich mit Hausschuhen (weiche Sohle, keine Turnschuhe!)
  6. Beim ersten Läuten in der Früh (7.40 Uhr) und beim Läuten zu Stundenbeginn, das den Beginn einer Unterrichtsstunde anzeigt, begebe ich mich auf meinen Platz.
  7. Der Unterrichtstag beginnt mit einem Gebet oder einer Besinnung.
  8. Geldbeträge und Wertgegenstände bewahre ich sicher in meinem versperrbaren Kasten in der Klasse auf und lasse sie nicht in der Garderobe. Es ist selbstverständlich, dass ich Sachen der Mitschüler in Ruhe lasse.
  9. Ich achte auf größte Reinlichkeit in der Klasse sowie im gesamten Schulgebäude und behandle Lehrmittel und Einrichtungsgegenstände sehr schonend. Bei gedankenloser bzw. absichtlicher Beschädigung muss ich den Schaden bezahlen.
  10. Während der Unterrichtszeit darf ich das Schulgebäude nur mit Erlaubnis eines Lehrers verlassen.
  11. Für die Sitzordnung in der Klasse ist allein der Klassenvorstand zuständig.
  12. Die WC-Anlagen dürfen normalerweise vor der 1., 4. und 7. Unterrichtsstunde aufgesucht werden; sonst mit ausdrücklicher Erlaubnis des Lehrers.
  13. In den großen Pausen verlassen wir unsere Klassen. Wir essen unsere Jause nur in der Aula und der Pausenhalle.
  14. Da unser Umgang miteinander von Respekt geprägt ist, verzichten wir auf Umherlaufen, Raufen und Lärmen im gesamten Schulbereich.
  15. Die Klassenordner reinigen die Tafeln während der Pausen, kontrollieren die Sauberkeit in den Klassen und sorgen dafür, dass beim Verlassen der Klasse der Beamer ausgeschaltet ist.
  16. Das Fernbleiben vom Unterricht ist von den Erziehungsberechtigten im Mitteilungsheft zu entschuldigen und bei Vorhersehbarkeit bereits im Vorfeld zu melden.
  17. Die Meldung zu Pflichtgegenständen, Freigegenständen und unverbindlichen Übungen ist verbindlich und gilt für die gesamte Dauer des Faches.
  18. Nach dem Unterricht räume ich mein Bankfach aus, hake meinen Sessel unter den Tisch und verlasse nach dem Hinunterführen in die Garderobe unverzüglich das Schulhaus.
  19. Das Läuten am Ende der Stunde stellt nicht das Ende der Stunde dar, sondern ist lediglich ein Signal für den Lehrer zum Abschluss zu kommen. Nur der Lehrer beschließt die Stunde.
  20. Ich nehme nur die zum Unterricht notwendigen Unterrichtsmittel mit und erhalte sie in einem ordentlichen Zustand.
  21. Gegenstände, die die Sicherheit gefährden oder den Schulbetrieb stören, darf ich nicht in die Schule mitnehmen.
  22. An unserer Schule sind Kaugummis, Energy-Drinks und Alu-Dosen nicht erlaubt. Dafür besteht die Möglichkeit, Milch oder Kakao zu bestellen bzw. Säfte aus der Region zu kaufen.
  23. Laut Erlass des Landesschulrates besteht an der Schule ein Handy-Verbot. Eingeschaltete Mobiltelefone werden von den Lehrern sichergestellt und zu einem späteren Zeitpunkt -nötigenfalls unter Benachrichtigung der Eltern - erst wieder ausgehändigt. Handys, die am Körper getragen werden, kann der Lehrer für die Dauer des Unterrichts wegsperren.
  24. Während des Unterrichtes bringe ich mich aktiv ins Unterrichtsgeschehen ein, folge den Anweisungen der Lehrerinnen und Lehrer, arbeite ordentlich und gewissenhaft, störe nicht, passe gut auf und füge mich verantwortungsbewusst in die Klassengemeinschaft ein.

 

 

 

 

1. September 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die neue Mittelschule

 

 

 

 

 

Lehrplanverordnung

 

Neue Mittelschule: Die nächsten Umsetzungsschritte

 

Am 1. März 2012 tagte der Unterrichtsausschuss des Nationalrats und bereitete die parlamentarische Beschlussfassung der gesetzlichen Maßnahmen zur Verankerung der Neuen Mittelschule vor. An den Sitzungstagen am 28. und 29. März 2012 wird das Gesetzespaket im Nationalrat debattiert und zur Beschlussfassung vorgelegt, am 13. April 2012 liegt es dem Bundesrat vor – somit kann die Überführung der Neuen Mittelschule ins Regelschulwesen wie geplant stufenweise ab September 2012 beginnen.

 

Am 2. März 2012 legt das BMUKK ein Paket von Verordnungen vor, unter anderem die Lehrplanverordnung für die Neue Mittelschule. Nach einer sechswöchigen Begutachtungsfrist bis 20. April werden Anmerkungen und Vorschläge aus diesem Verfahren geprüft und gegenenfalls eingearbeitet. Diese Verordnung wird vor Beginn der Sommerferien kundgemacht und tritt ebenfalls mit September 2012 in Kraft.

 

Damit sind alle legistischen Voraussetzungen für die erste Einführung eines neuen Schultyps in Österreich seit 50 Jahren erfüllt – durch zusätzliche Ressourcen für jede Schulklasse, die budgetär abgesichert sind, bedeutet die Neue Mittelschule als Schule der Zukunft im Endausbau eine zusätzliche Investition in die Qualität des Unterrichts, in Individualisierung und Team Teaching von 1.000 Euro pro SchülerIn und Schuljahr.

 

 

Die Ziele der Neuen Mittelschule

 

Eine spätere Bildungswegsentscheidung berücksichtigt wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach die Talente der Schüler mit 10 Jahren noch nicht ausdifferenziert sind, erhöht die Chancengerechtigkeit und ermöglicht verbesserte weitere Bildungs- und Berufswegsentscheidungen.

Innere Differenzierungsmaßnahmen zielen auf einen dynamischen Leistungsbegriff ab und ermöglichen individuelle Leistungsentwicklung; neue Erkenntnisse der Gehirnforschung weisen auf die Notwendigkeit vielfältiger Lernsettings und maximaler Gestaltungsmöglichkeit bezüglich Lerntempo hin.

Der individualisierte Unterricht und selbsttätiges Lernen leiten sich von bereits erzielten Lernergebnissen des einzelnen Kindes ab, Kompetenzen werden aufgebaut. Weiters geht mit der Individualisierung des Unterrichts ein verändertes Rollenverständnis der Lehrenden einher, vom „dozierenden“ Wissensvermittler hin zum „Lernbegleiter“.

Ausgebildete Lerndesigner begleiten die Unterrichtsentwicklung von der Lehrseitigkeit zur Lernseitigkeit am Standort und sind Katalysatoren für die Schulentwicklung; Teamteaching ermöglicht ein verbessertes Eingehen auf die unterschiedlichen Begabungen in heterogenen Klassen (gezielte Fördermaßnahmen bei Teilleistungsschwächen und verstärkte Herausforderungen bei Leistungsstärken); darüber hinaus verstärkt Teamteaching die Reflexionskompetenz der Lehrenden auf personaler und unterrichtlicher Ebene zugunsten der Schüler.

 

 

Die gesetzlichen Eckpunkte der Neuen Mittelschule

 



Organisation

 

Die Neue Mittelschule ist wie die auslaufende Hauptschule eine Pflichtschule, die in die Erhalterschaft und Ausführungsgesetzgebung der Länder fällt. Es wird weiterhin Sonderformen (mit musischem oder sportlichem Schwerpunkt) geben. Die Klassenschülerzahl beträgt auch hier 25 als grundsatzgesetzlicher Richtwert.

Der NMS-Lehrplan entspricht in den Inhalten dem Lehrplan des Realgymnasiums. Als eigene Schulart muss die Neue Mittelschule aber einen eigenen Lehrplan haben.

In der Neuen Mittelschule gibt es vier mögliche Schwerpunktbereiche: sprachlich-humanistisch-geisteswissenschaftlich, naturwissenschaftlich-mathematisch, ökonomisch-lebenskundlich und musisch-kreativ.

Bildungsziele sind die Vermittlung einer grundlegenden bzw. vertieften Allgemeinbildung sowie die Befähigung für das Berufsleben bzw. für den Übertritt in eine mittlere oder höhere Schule.

Für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf besteht wie gehabt die Möglichkeit des Unterrichts nach einem anderen Lehrplan (z.B. nach einem Sonderschullehrplan).

Die Differenzierung erfolgt in Form von temporärer Gruppenbildung, Bildung von Förder- und Leistungskursen und Unterrichten im Lehrerteam (Teamteaching).

Insbesondere werden folgende pädagogische Maßnahmen verfolgt: individuelles Eingehen auf jeden Schüler, differenzierter Unterricht in der Klasse, Begabungs- und Begabtenförderungen sowie Maßnahmen der inklusiven Pädagogik und Diversität.

Es werden zusätzliche Ressourcen (6 Stunden pro Klasse) zur Verfügung gestellt.

Es werden Lehrer von Hauptschulen, AHS und BHS zum Einsatz kommen (folgt im Dienstrecht).

 

 

Unterricht/Unterrichtsqualität

 

Im Sinne der Individualisierung und Förderung aller SchülerInnen ist eine Differenzierung vorgesehen, wonach eine grundlegende und/oder vertiefte Allgemeinbildung (Bildungsziel der AHS) angestrebt wird. Eine Vertiefung ist in den Gegenständen Deutsch, Mathematik und der lebenden Fremdsprache vorgesehen.

Die individuellen Lern- und Leistungsstärken werden in der „ergänzenden differenzierenden Leistungsbeschreibung“ festgehalten, die zusätzlich zum Zeugnis ausgehändigt wird. Darüber hinaus können auch Schülerportfolios erstellt werden.

Im Zeugnis und in der Schulnachricht wird ab der 7. Schulstufe vermerkt, ob der jeweilige Gegenstand grundlegend oder vertieft abgeschlossen wurde.

 

 

Der Unterricht erfolgt unter gezieltem Einsatz von Förderpädagogik, Begabungs- und Begabtenförderung und unter Einsatz von Teamteaching.

Die regelmäßigen Eltern-Kind-Gespräche werden verankert. Die Bildungswegentscheidung wird ab der 7. Schulstufe durch Beratungsgespräche mit Schülern und Eltern begleitet.

Die Qualitäts-Entwicklungsverantwortung (Qualitätssicherung und Entwicklungsbegleitung) liegt am Schulstandort. Die Organe des Qualitätsmanagement (Schulaufsicht) werden dabei unterstützend tätig.

Den AHS soll weiterhin die Möglichkeit geboten werden, das Modell Neue Mittelschule zu wählen, nach Auslaufen des § 7a allerdings nach Maßgabe eines neuen § 35a SchOG (im Bereich zum Aufbau der AHS).

Aufnahmevoraussetzung für die Neue Mittelschule: positiver Abschluss der 4. Klasse Volksschule.

 

 

Berechtigungen am Ende der 8. Schulstufe

 

Die Übertrittsmöglichkeiten werden an Berechtigungen festgemacht, die sich im Wesentlichen aus den Noten ableiten:

 

Übertritt des Schülers vor der 7. Schulstufe:

 

Auf der 5. und 6. Schulstufe, wo im Zeugnis noch keine Differenzierung nach „grundlegend oder vertieft“ erfolgt, ist der Übertritt in eine AHS möglich, wenn der Schüler in der Schulnachricht bzw. im Jahreszeugnis mit Sehr gut oder Gut benotet worden ist.

 

Übertritt in eine höhere Schule:

 

Bei Beurteilung aller differenzierten Gegenstände in der Vertiefung oder bei nur einem grundlegend beurteilten Gegenstand mit Beschluss der Klassenkonferenz: Berechtigung zum Übertritt in eine höhere Schule (AHS/BHS/BAKIP & BASOP).

 

Übertritt in eine mittlere Schule:

 

Bei Beurteilung aller differenzierten Gegenstände im grundlegenden Bereich mit der Beurteilung „Befriedigend“ oder bei nur einem mit „Genügend“ grundlegend beurteilten Gegenstand mit Beschluss der Klassenkonferenz: Berechtigung zum Übertritt in eine mittlere Schule.

Wird die Berechtigung zum Besuch einer höheren Schule nicht erreicht, so besteht die Möglichkeit, eine Aufnahmsprüfung abzulegen.

Gegen die Erteilung der Nicht-Berechtigung besteht die Möglichkeit der Berufung an die Schulbehörde 1. Instanz.

Bei negativem Abschluss: Besuch der PTS bzw. Wiederholung der letzten Schulstufe der NMS (gemäß §§ 18 und 19 Schulpflichtgesetz).

 

Stufenplan österreichweit

 

2012/13 bis 2015/16 wird die NMS ins Regelschulwesen überführt.

Der Vollausbau (= 1. bis 4. Klasse) wird 2018/19 erreicht (Verpflichtung, auch für Privatschulen).

Der Stufenplan wird in Gesetz und Erläuterungen/finanzielle Auswirkungen verankert.

In Summe „kippen“ alle ersten Klassen bis zum SJ 2015/16 (jährliche Verordnung des BMUKK).

Schulen im Modellversuch kippen mit Inkrafttreten des Gesetzes in die neuen Regelungen (Obergrenzen):

Schuljahr

1. Klassen NEU

2012/13

660

2013/14

496

2014/15

314

2015/16

216

 

 

Stufenplan nach Bundesländern

In den Erläuterungen zum Bundesfinanzgesetz wurden folgende Obergrenzen für die stufenweise Umsetzung der Neuen Mittelschule festgelegt:                

                                 G5 (SJ 12/13)

 

 

 

 

                G6 (SJ 13/14)

 

 

 

 

                G7 (SJ 14/15)

 

 

 

 

                G8 (SJ 15/16)

Bundesland

Schulen

Klassen

Schulen

Klassen

Schulen

Klassen

Schulen

Klassen

Burgenland

3

10

1

2

0

0

0

0

Kärnten

8

16

5

14

9

19

2

4

Niederösterreich

54

137

50

100

50

100

30

60

Oberösterreich

55

137

45

90

40

80

27

54

Salzburg

15

30

15

30

15

30

15

30

Steiermark

56

125

58

120

5

13

5

12

Tirol

20

68

15

30

10

20

5

10

Vorarlberg

5

12

0

0

0

0

0

0

Wien

45

125

36

110

25

52

20

46

Summe

261

660

225

496

154

314

104

216

                       

 

 

Das Budget für die NMS

Finanzjahr

Geplanter Finanzbedarf

im Bildungsbudget

(in Mio. €)

Ausgaben für NMS gesamt

(in Mio.€)

2012

11,7

67,5

2013

34,2

100,2

2014

65,7

134,2

2015

101,1

169,6

2016

131,4

199,9

2017

149,1

217,6

2018

157,9

226,4

2019

160,9

229,4

 

Kernelemente der Lehrplanverordnung (LPVO)

 

Zur Einführung der Neuen Mittelschule ist es auch notwendig, einen neuen Lehrplan für diese Schulform zu erlassen, der sich von den fachlichen Inhalten her mit dem der AHS-Unterstufe (Realgymnasium) deckt, der aber darüber hinaus im didaktischen und fachdidaktischen Bereich die Umsetzung der neuen Lehr- und Lernkultur ermöglicht.

 

Im Bildungssystem wird eine moderne Pädagogik, die sich an den individuell unterschiedlichen Lernbedürfnissen und Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler orientiert, strukturell verankert. Die gemeinsame Verantwortung der Lehrpersonen für ihre Schülerinnen und Schüler aber auch die Reflexionskultur an Schulen wird durch die LPVO gestärkt.

 

Die vom BMUKK bereit gestellten Ressourcen (6 Wochenstunden pro Klasse) dürfen allerdings nur für die pädagogische Arbeit (Unterrichtserteilung) eingesetzt werden. Im Sinne einer Kooperation sollen Lehrpersonen von NMS-, AHS- und BHS zum Einsatz kommen.

 

Verankerung der neuen Lernkultur mit Individualisierung und innerer Differenzierung.

Die bisherigen Gestaltungsmöglichkeiten an der einzelnen Schule wurden ausgebaut. Vier Schwerpunktbereiche sind in der Gesetzesnovellierung vorgesehen, über die die Schulleitung entscheidet. Die schulautonomen Möglichkeiten wurden beibehalten. Insgesamt ergibt sich ein großer Spielraum zu eigenverantwortlichen Gestaltung am Schulstandort.

 

Allgemeine didaktische Grundsätze

 

Didaktische Prinzipien sind Individualisierung und innere Differenzierung. Mit der flexiblen individuellen Förderung ist maximale Leistung erreichbar.

 

Die neue Lernkultur umfasst offene Lernformen, selbsttätiges, forschendes Lernen, Lernen in und an Projekten sowie Kompetenzlernen und eine verstärkte Vermittlung von Schlüsselkompetenzen.

 

Fachlehrpläne bleiben von dieser Novellierung unberührt und sind ident mit den Lehrplänen der AHS-Unterstufe.

 

Der Kernbereich umfasst wie bisher die in den Fachlehrplänen ausgewiesenen Inhalte und Kompetenzbereiche.

 

Wie bisher steht der Erweiterungsbereich für die schulautonome Gestaltung und zusätzliche Schwerpunktsetzung zur Verfügung.

 

Die Qualitäts-Entwicklungsverantwortung (Qualitätssicherung und Entwicklungsbegleitung) liegt am Schulstandort.

 

Erfolgreiche bisherige Entwicklungsarbeit an Schulstandorten kann im Rahmen der schulautonomen Schwerpunktsetzungen fortgeführt werden.

 

Grundlegende und vertiefende Bildung

 

Um den unterschiedlichen Leistungspotenzialen der SchülerInnen gerecht zu werden, wurde für die Pflichtgegenstände Deutsch, Mathematik und erste lebende Fremdsprache die Differenzierung in grundlegende und vertiefende Beurteilung ab der 7. Schulstufe eingeführt.

 

Im Sinne der Chancengleichheit wird allen SchülerInnen das gesamte Spektrum an Lernmöglichkeiten geboten.

 

Die vertiefte Bildung entspricht dem Bildungsziel der AHS-Unterstufe, die grundlegende Bildung umfasst die gleichen Inhalte, allerdings auf einer weniger komplexen Ebene.

 

Entscheidend ist, dass die Schülerinnen und Schüler im Lernsetting nicht nach Bildungszielen differenziert unterrichtet werden, sondern dass das Erreichen der Bildungsziele lediglich in den Zeugnissen der 7. und 8. Schulstufe abgestuft ausgewiesen wird.

 

Die bisherige engagierte pädagogische Arbeit an den Neuen Mittelschulen kann also auf Basis des geplanten neuen Gesetzes problemlos weiter geführt und vertieft werden.

 

 

Beurteilung

 

Eine Beurteilung nach vertiefter Allgemeinbildung basiert auf dem höheren Komplexitätsgrad, mit dem eine in der Leistungsfeststellung vorgesehene Aufgabe gelöst wurde.

 

Eine negative Beurteilung in der vertieften Allgemeinbildung gibt es nicht, da in diesem Fall die Schülerin/der Schüler entsprechend einer grundlegenden Allgemeinbildung beurteilt wird.

 

Die Note 1 oder 2 in der grundlegenden Beurteilung führt in jedem Fall zu einer positiven Note in der vertieften Beurteilung.

 

 

Schulversuche an AHS

 

Zur Verschiebung der Bildungslaufbahnentscheidung können an 10% der AHS-Klassen Schulversuche durchgeführt werden (Entscheidung durch 2/3-Mehrheit der Eltern und Lehrpersonen, Anhörung des SGA).

Damit werden auch die AHS zur pädagogischen Weiterentwicklung eingeladen.

 

 

Konkrete Veränderungen im Bereich der Stundentafeln

 

Die Schwerpunktbereiche sind in den Stundentafeln ausgewiesen und zusätzlich mit schulautonomen Modifikationen kombinierbar.

 

Geometrisch Zeichnen kann in den Mathematikunterricht integriert werden (was vor der Schaffung des eigenständigen Gegenstandes auch schon der Fall war). Allerdings ist es im Rahmen des naturwissenschaftlich- mathematischen Schwerpunkts als Gegenstand vorgesehen. Dies entspricht dem Lehrplan der AHS-Unterstufe.

 

Ernährung und Haushalt ist nach wie vor ein Pflichtgegenstand in der Neuen Mittelschule.

 

Textiles & technisches Werken sind in einem Gegenstand zusammengeführt. Eine abwechselnde getrennte Führung ist möglich (im Laufe eines Schuljahres müssen beide Inhaltsbereiche gleich stark vertreten sein, die gemischtgeschlechtlichen Gruppen wechseln dann zum Halbjahr vom technischen zum textilen Unterricht.

 

Berufsorientierung ist in den Stundentafeln als verbindliche Übung (1 Stunde) angeführt.

 

 

BMUKK, 1. März 2012